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Kein Kredit

Perlentaucher

"Selbst Kriminelle würden mir nicht so viel leihen"

6. Januar 2009, 02:52 Uhr

Aus internationalen Zeitschriften: Wie sich Amerikas Banken mit Nina-Krediten ruinierten. Ein Erfahrungsbericht

Folio, 5. Januar - "NZZ-Folio" hat eine grandiose Radioreportage der Chicagoer Journalisten Alex Blumberg, Adam Davidson und Ira Glass über die Finanzkrise übersetzt und fürs Heft bearbeitet. Eine ihrer Ursachen sind die sogenannten "Nina-Kredite", die auf dem Höhepunkt der Blase massenhaft vergeben wurden - Kredite an Kunden ohne Einkommen (No Income) oder Vermögen (Asset). Einer davon war Clarence Nathan, der nur ein unsicheres Einkommen hatte und sich selber keinen Kredit gegeben hätte: ",Niemand, den ich kenne, hätte mir das Geld geliehen. Selbst die Kriminellen, die ich kenne, würden mir nicht so viel leihen, und die wissen, wie man die Daumenschrauben anzieht. Keine Ahnung, warum die Bank mir das Geld gab.' Wie sich herausstellte, hätten Clarence Nathans Freunde und seine zwielichtigen Bekannten aus dem Milieu ihm zu Recht kein Geld geliehen. Als wir mit ihm sprachen, hatte er seit fast einem Jahr keine Raten mehr gezahlt, und sein Haus war in der Zwangsvollstreckung."


Quelle: "Die Welt"

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