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Es werden Posts vom Januar, 2009 angezeigt.

AVISO Zeitungsmeldungen vor 400 Jahren

Die Braunschweiger Zeitung bringt Meldungen aus der ersten deutschen Zeitung " Aviso " vor 400 Jahren: "Obwohl der Sultan aus Constantinopel dem General Permare sicheres Geleit gewährt und seine Entschuldigung angehört hat, wurde er dennoch anschließend enthauptet." "Seeräuber haben ein Raguser Schiff mir 1200 Fass Korn und vielen anderen Waren angegriffen. Es ist während des langen Kampfes gesunken. Alle Personen, die nicht erschossen worden waren, wurden erschlagen." "Das Geld von Philipp Langen ist gestern in einer eisernen Truhe angekommen. Der Inhalt wird auf 100 00 Dukaten geschätzt. Die Truhe ist in die Schatzkammer ihrer Majestät eingeliefert worden. Prag, 28 März 1609" "Bei einer Razzia in einem Bordell in Prag hat man einen Mönch aufgegriffen, der wieder seinem Kloster übergeben wurde." "In Prag erzählt man, dass den königlichen Soldaten Geister erscheinen, wodurch sie krank würden." "In Antwerpen wird e...

Wer hätte das gedacht?

Betrug in der Wissenschaft Von Christoph Drösser | © DIE ZEIT, 08.01.2009 Nr. 03 Über Jahre hinweg hat ein dubioser Wissenschaftler die Fachwelt mit gelehrt klingendem Unsinn genarrt. Nun sind Gutachter, Verlage und Kollegen blamiert Mohamed El Naschie ist ein produktiver Kopf, ein erstaunlich produktiver: Mehr als 300 Artikel hat er in den vergangenen 15 Jahren veröffentlicht, vor allem über theoretische Physik. Und das, obwohl er kein Physiker ist, sondern nur einen Ingenieursgrad besitzt. Fast alle diese Artikel erschienen in der Zeitschrift Chaos, Solitons and Fractals im renommierten Elsevier-Verlag. Herausgeber: Mohamed El Naschie. Allein in der aktuellen Ausgabe des Journals druckt er fünf Artikel aus eigener Feder. Der amerikanische Physiker John Baez, der es sich zum Hobby gemacht hat, wissenschaftliche Scharlatane zu entlarven, hat sich einige dieser Arbeiten angesehen und kommt zu dem vernichtenden Urteil: »Undisziplinierte Numerologie, gespickt mit eindrucksvollen ...

Nur ein Haufen Kompost

Leute 5. Januar 2009, 02:12 Uhr Lothar Bisky Trauer: Nach dem Tod seines Sohns Stephan hat Linkspartei-Chef Lothar Bisky (67) erstmals öffentlich in seine Gefühlslage blicken lassen. In einem Interview mit der "Bild am Sonntag" sagte der Politiker, er frage sich jeden Tag, wie er mit dem schmerzlichen Verlust umgehen solle. Stephan Bisky, von Beruf Neurowissenschaftler, war nur 23 Jahre alt geworden und an Weihnachten im schottischen Edinburgh gestorben. Von einer Hepatitis-Erkrankung, an der Stephan Bisky litt, habe er erst nach dem Tod seines Sohns erfahren, sagte Lothar Bisky. Das Gesicht seines Sohns habe in Schottland auf dem Totenbett friedlich gewirkt. Trotzdem sagte Bisky: "Man hat mir ein Drittel seines Lebens genommen." Allerdings würde sein Sohn mit ihm meckern, wenn er jetzt anfange zu jammern, fügte Bisky hinzu: "Er war ein großer Darwin-Fan und hat immer zu mir gesagt: Dad, wir beide müssen auf dem Komposthaufen beer...

Rauschebärte

Brief aus Brooklyn Zum Gedenken an einen Held Gottes Von Hannes Stein 5. Januar 2009, 02:12 Uhr Vor dem roten Backsteinhaus am Eastern Parkway hat sich eine schwarze Menschentraube angesammelt: Bärtige Männer in Anzügen mit Hüten stehen auf dem Gehweg herum und gestikulieren, zwischen ihnen wuseln Kameraleute herum, eine blonde Lady schiebt ihren Notizblock vor sich her, um sich einen Weg zu bahnen. Um 12.30 Uhr soll die Pressekonferenz beginnen. "Was ist denn hier los?" will einer der Bärtigen von seinem Freund wissen. "Der Messias kommt bald. Das ist hier los", antwortet sein Freund. Der Messias wird unter Blut und Schmerzen geboren. Er kommt entweder in eine völlig gerechte oder in eine völlig heillose Welt. Die weisen Rabbiner des Altertums sagten sinngemäß: Es wird zwar schön sein, in der messianischen Epoche zu leben, aber die Zeit unmittelbar davor wird unvorstellbar grauenhaft. Gog und Magog. Krieg und Terror. Der junge Ra...

Furchtbar - diese jungen Leute von heute

Polizeieinsatz Massen-Schneeballschlacht gerät außer Kontrolle Paorama , 05.01.2009, DerWesten , 8 Kommentare , Trackback-URL Leipzig. Eine Massen-Schneeballschlacht mit rund 100 Teilnehmern ist in Leipzig völlig außer Kontrolle geraten. Jugendliche attackierten Winterdienst-Fahrzeuge mit Schneebällen. Und legten mit einer Straßenblockade aus Schnee den Verkehr lahm. Eine außer Kontrolle geratene Massen-Schneeballschlacht mit rund 100 Beteiligten hat in Leipzig einen Polizeieinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Montag mitteilte, bewarfen sich die Jugendlichen am Sonntagabend zunächst über eine Straße hinweg mit Schneebällen. Rund 50 Personen griffen später zwei Winterdienst-Fahrzeuge mit Schneebällen an. Dabei riss bei einem der Autos die Frontscheibe mehrfach ein. Außerdem schlugen bislang unbekannte Teilnehmer der Schneeballschlacht einen unbeteiligten Passanten nieder und errichteten eine Straßenblockade aus Schnee. Dadurch...

Wen interessiert das schon?

The New Republic (USA), 03.12.2008 Distanziert, aber doch irgendwie beeindruckt blickt Noam Schreiber auf Obamas Truppe , die sich durch Eigenwilligkeit auszeichnet. Da ist der künftige Bürochef Rahm Emanuel , "einer der unberechenbarsten und gottlosesten Menschen", die je im Kongress saßen. Da ist der "berühmt undisziplinierte " Vizepräsident Joe Biden . Da sind Obamas Wahlkampfmanager David Axelrod und David Plouffe , beide bekannt dafür, sich bei Bedarf " sehr klar " ausdrücken zu können. Für Noam Schreiber zeigt das "eine Seite von Obama, die oft übersehen wird: Er mag seine Vertrauten eigenwillig und direkt. Dank seiner Sensibilität eines Autors betrachtet er solche Menschen mit anthropologischer Neugierde. Soll niemand vergessen, dass er als seinen Pastor Jeremiah Wright gewählt hat, einen Mann, der was dramatisches Flair angeht Laurence Olivier das Wasser reichen kann. Einer der vertrautesten Helfer dieser Tage ist der deftige S...

Kein Kredit

Perlentaucher "Selbst Kriminelle würden mir nicht so viel leihen" 6. Januar 2009, 02:52 Uhr Aus internationalen Zeitschriften: Wie sich Amerikas Banken mit Nina-Krediten ruinierten. Ein Erfahrungsbericht Folio , 5. Januar - "NZZ-Folio" hat eine grandiose Radioreportage der Chicagoer Journalisten Alex Blumberg, Adam Davidson und Ira Glass über die Finanzkrise übersetzt und fürs Heft bearbeitet. Eine ihrer Ursachen sind die sogenannten "Nina-Kredite", die auf dem Höhepunkt der Blase massenhaft vergeben wurden - Kredite an Kunden ohne Einkommen (No Income) oder Vermögen (Asset). Einer davon war Clarence Nathan, der nur ein unsicheres Einkommen hatte und sich selber keinen Kredit gegeben hätte: ",Niemand, den ich kenne, hätte mir das Geld geliehen. Selbst die Kriminellen, die ich kenne, würden mir nicht so viel leihen, und die wissen, wie man die Daumenschrauben anzieht. Keine Ahnung, warum die Bank mir das Geld gab...

Berlusconi über Obama

Berlusconi empört mit Obama-Spruch "Jung, gut aussehend und sogar gebräunt" Für zweifelhafte Äußerungen ist Italiens Ministerpräsident bekannt. Auch über den künftigen US-Präsidenten hat sich Berlusconi bereits öffentlich ausgelassen: Obama sei "jung, gut aussehend und sogar gebräunt". Was wohl ein nett gemeinter Witz sein sollte, sorgt nun für Empörung. Berlusconi allerdings ficht das nicht an: Er tat seine Kritiker als "humorlose Blödmänner" ab - von denen es leider zu viele gebe. http://www.tagesschau.de/ausland/berlusconi110.html